Wahl

Man spricht von einer (politischen) Wahl in einer repräsentativen Demokratie, wenn die zu einer Wahl zugelassene Wählergruppe (dies kann z.B. jeder Bürger ab 18 Jahren sein oder ein Vereinsmitglied) bzw. die Berechtigten durch ein geregeltes Wahrverfahren mit seiner abgegebenen Stimme bestimmte Kandidaten oder Menschengruppen für eine vorher angekündigte Zeit in ein hierarchisch geordnetes Amt (Parlament, Gremium etc.) oder in eine Position wählen dürfen und können, damit diese gewählte Person oder Gruppe die Interessen des Wählenden vertreten kann.

Jeder Kandidat hat in einer freien Demokratie das Recht sich aufstellen zu lassen (hierbei spricht man von dem passiven Wahlrecht). Bei Parteien werden die Kandidaten in der Regel auf eine Wahlliste gesetzt. Je höher man z. B. auf eine Wahlliste bei der Bundestagswahl kommt, umso stärker sind die Chancen in das Parlament einziehen zu können.

Durchgeführte Wahlen können z.B. Vereinswahlen oder Bundestagswahlen sein, die in einem regelmäßigen Abstand wiederholt werden. Bundestagswahlen finden in Deutschland regelmäßig alle vier Jahre statt.

Die üblichsten Wahlsysteme in Demokratien sind die Mehrheitswahl oder die Verhältniswahl. Die einzelnen Stimmen werden in der Regel durch Ankreuzen auf Papier oder elektronisch abgegeben. Jeder Wähler hat nur eine Stimme und muss zur Wahl vorher zugelassen worden sein (bzw. das Mindestalter erreicht haben).

Die politischen Wahlen in Deutschland sind geheim und jede Stimme zählt gleich viel. Ungültige Stimmen werden nicht mitgezählt. In bestimmten Einrichtungen gibt es auch offene Wahlen bzw. Abstimmungen.

Für einen reibungslosen Ablauf am Wahltag sorgen zuvor benannte Wahlhelfer und Wahlbeobachter.
Jeder zugelassene Bürger hat die Freiheit zu wählen (aktives Wahlrecht), er muss aber nicht wählen gehen.

In der Bundesrepublik Deutschland können Deutsche Wähler z.B. ihre Stimmte für die Europawahl, die Kommunalwahl, Landtagswahl und für die Bundestagswahl abgeben.